Transaktionsregeln
Transaktionsregeln: US-Optionen
1. Öffnungszeiten
Optionstransaktionen an den US-Märkten werden während der normalen Öffnungszeiten der US-Börsenplätze ausgeführt.
2. Art der Optionstransaktionen
- Kontrakt mit Barausgleich (Cash-Settlement-Optionen): Bei der Ausübung wird der Basiswert nicht geliefert, sondern die positive Differenz (Settlement-Value bei Ausübung) zwischen dem aktuellen Kurs des Basiswertes zum Zeitpunkt seiner Berechnung und dem fixen Ausübungspreis beglichen.
Hinweis: Alle Kursindexoptionen am US-Markt werden bar vergütet (Cash Settlement) - Lieferkontrakt (Physical delivery): Bei dieser Kontraktart hat der Halter einer 'Long'-Position das Recht, eine physische Lieferung des Basiswertes zu erhalten (Call) oder auszuführen (Put).
3. Art der Orderübermittlung
Entsprechend den Bestimmungen der Allgemeinen Bedingungen, die uneingeschränkt für das Optionsgeschäft gelten, dürfen Börsenaufträge, die vom Kunden für den Handel mit Optionskontrakten aufgegeben werden, ausschließlich über das elektronische Routingsystem der Keytrade Bank SA übermittelt werden.
4. Ausstattungsmerkmale
Ein Optionskontrakt umfasst grundsätzlich 100 zugrunde liegende Wertpapiere. Die Anzahl der zugrunde liegenden Wertpapiere kann jedoch als Folge bestimmter Ereignisse angepasst werden. Die Ausschüttung oder Aufteilung von Aktien kann somit zu einer zahlenmäßigen Anpassung der Basiswerte, einer Anpassung des Ausübungspreises oder auch beiden führen.
5. Optionsgeschäft am US-Markt via Keytrade Bank
5.1 Bei Ordererteilung stehen den Kunden der Keytrade Bank zwei verschiedene Optionsarten zur Verfügung: Aktienoptionen (Equity securities) und Kursindexoptionen (Stock indices).
Optionsgeschäfte mit Staatsobligationen (Government debt securities), ausländischen Devisen (Foreign currencies) und 'Flexible structured Options' können nicht über die Tradingplattform der Keytrade Bank abgewickelt werden.
5.2 Für den oben genannten Handel sind im Transaktionssystem der Keytrade Bank 'Long'-Positionen zugelassen, d. h. die Transaktionsarten 'Opening buy' (Kauforder für einen Optionskontrakt) und 'Closing sell' (Verkaufsorder für einen Optionskontrakt).
Für die Zulassung von 'Short'-Positionen, d. h. die ungedeckten Transaktionsarten 'Opening Sell' und 'Closing Buy', also Optionen, die vom Kunden ausgegeben werden, gelten folgende Bedingungen:
- Die Emission von Kursindexoptionen ist nicht zulässig.
- Gibt ein Kunde eine 'Call'-Option aus, so muss sein Wertpapierkonto jederzeit den Basiswert aufweisen, um bei einer eventuellen Ausübung der 'Call'-Option (Zuteilung) seinen Verpflichtungen nachkommen zu können. Bis zum Verfall oder Rückkauf der Option gelten die zugrunde liegenden Wertpapiere als Absicherung und werden im Depot des Kunden gesperrt.
- Gibt ein Kunde eine 'Put'-Option aus, so muss sein Wertpapierkonto jederzeit über den erforderlichen Barbetrag verfügen, damit er bei einer eventuellen Ausübung der 'Put'-Option (Zuteilung) seinen Verpflichtungen nachkommen kann. Bis zum Verfall oder Rückkauf der Option wird der erforderliche Barbetrag als Absicherung auf dem Konto gesperrt, damit der Kunde bei einer eventuellen Zuteilung seine Verbindlichkeiten aus der Option erfüllen kann.
5.3 Die im Tradingsystem der Keytrade Bank verfügbaren Ordertypen sind: 'Limit-Orders' mit 'Tagesgültigkeit' oder 'GTDT (Good Till Date of Trade)'.
Angesichts der großen Volatilität, die Optionspreise prägt, sind die 'Bestens'-Orders nicht für Optionsgeschäfte verfügbar.
|
Hinweis zu 'limitierten' Ordern Der Preis für 'limitierte' Orders muss eine Multiple von 0,05 USD sein, wenn die Option zwischen 0 und 3 USD notiert, und eine Multiple von 0,10 USD, wenn die Option über 3 USD notiert. Beispiel: Eine limitierte Order zu 2,34 USD wird zurückgewiesen und wird zu einem Preis von 2,30 oder 2,35 USD akzeptiert. Gleichermaßen würde eine Limit-Order zu 3,15 USD abgewiesen, jedoch zu 3,10 oder 3,20 USD angenommen. |
6. Optionsausübung (Long-Position)
Die Ausübung von Optionen ist für Kunden der Keytrade Bank nicht möglich. Hat der Kunde seine Long-Position nicht vor dem Ablaufdatum der Option verkauft, so wird über die Aktivierung der Funktion Autosell der Verkauf am Ablaufdatum automatisch (siehe folgend Punkt 8 'Autosell') von der Keytrade Bank vollzogen.
Nach den geltenden Handelsusancen werden nur die bar vergüteten Optionen automatisch am letzten Ausübungstag in Form von Cash-Settlements (Barausgleich) ausgeführt. Voraussetzung dafür ist, dass die Ausführung der Option - nach Kostenabzug - gewinnbringend ist.
Des Weiteren werden In-the-money-Optionen am Ablaufdatum automatisch ausgeübt, wenn der jeweilige Kontraktwert bei Aktienoptionen mindestens 0,25 USD und bei Kursindexoptionen mindestens 0,02 USD pro Kontrakt beträgt.
|
Beispiel: Call X 01/2099 mit Strikekurs 55 USD Werden die Optionen nicht am letzten Tag veräußert, bestehen drei Möglichkeiten:
|
7. Zuteilung des Emittenten einer Option (Short-Position)
Gibt der Kunde Optionen aus (Opening sell), besteht die Möglichkeit, dass er zugeordnet wird, um seinen Verpflichtungen nachkommen zu können. Das Risiko besteht also zu jeder Zeit darin, die Basiswerte veräußern zu müssen, wenn man eine 'Call'-Option ausgegeben hat, oder die Basiswerte kaufen zu müssen, wenn eine 'Put'-Option emittiert wurde.
Die Keytrade Bank erhält täglich von der Kontaktstelle die Gesamtzahl der Kontrakte, die am Vortag zugeteilt wurden. Bei der Zuteilung von Kunden, die ihren Verbindlichkeiten nachkommen müssen, stützt sich die Keytrade Bank auf das LIFO-Prinzip (Last In, First Out). Somit werden als erstes die Positionen zugeordnet, die als letztes offen sind.
Bei einer Zuteilung tätigt die Keytrade Bank als Gegenpartei den Kauf oder Verkauf der zugrunde liegenden Wertpapieren. Die Positionen, die zugeordnet wurden, und die Basiswerte, die im Zusammenhang mit Zuteilungen gekauft oder geliefert wurden, werden auf den Kontoauszügen ausgewiesen. Als Transaktionsdatum gilt das Datum der Optionsausübung, d. h. dem auf die Zuteilung folgenden Geschäftstag.
Wenn nach Ausgabe einer Call-Option der Emittent zugeordnet wird, jedoch nicht über den Gesamtwert des zu liefernden Basiswertes verfügt, kauft die Keytrade Bank zum Ausgleich des Kundenkontos den Fehlbetrag der Wertpapiere, die bei der Lieferung erforderlich sind.
|
ACHTUNG
Wenn Sie die Short-Position einer Option (Opening sell) annullieren möchten, indem Sie die Position zurückkaufen (Closing Buy), muss das Kaufgeschäft als eine Transaktion angesehen werden, die separat vom anfänglichen Verkauf der Option getätigt wurde. Für den Kunden kann sich aus dieser Situation folgendes Risiko ergeben: Der Kunde hat die Short-Position seiner Option durch den Rückkauf der Position am Tag X abgesichert. Trotzdem erfolgte am selben Tag X eine Zuteilung durch eine Gegenpartei, die die vom Kunden emittierte Option hält. Die Keytrade Bank erhält diese Information jedoch erst am folgenden Tag von der Clearing-Stelle und kann ihren Kunden erst an diesem Tag zuordnen, damit er seinen Verbindlichkeiten im Rahmen seiner ausgegebenen Optionen nachkommen kann. Folglich kann der Fall eintreten, dass der Kunde aufgrund seiner Short-Position zugeordnet wird, obwohl er seine Position effektiv mit der Übernahme dieser Position abgesichert hat. DER KUNDE ERKLÄRT SICH DAMIT EINVERSTANDEN, JEDERZEIT ZUGEORDNET WERDEN ZU KÖNNEN, OBWOHL ER BEREITS SEINE POSITION ZURÜCKGEKAUFT HAT, UND AKZEPTIERT ALLE SICH DARAUS ERGEBENDEN KONSEQUENZEN. |
8. Ablauf von Optionen
Optionskontrakte verfügen immer über ein fixes Ablaufdatum (grundsätzlich der dritte Freitag im Monat). Nach diesem Ablaufdatum ist die Option vollständig wertlos.
8.1 'Long'-Position
Im Fall eines Kontrakts mit Barausgleich (Cash-settled) wird dem Kunden das 'Settlement Value bei Ausübung' gutgeschrieben, wobei die Transaktionskosten und eventuellen Steuern in Abzug gebracht werden.
Die 'Settlement Values bei Ausübung' werden an den Börsen nach verschiedenen Methoden bestimmt:
Im Fall eines Kontrakts mit Lieferung kann der Kunde die Long-Position nur verkaufen und hat nicht die Möglichkeit, seine Option auszuüben.
Bei einem Kontrakt mit möglicher Lieferung bieten sich dem Kunden zwei Möglichkeiten:
- Verkaufen
Am letzten Handelstag muss der Verkauf vor dem Handelsende der Option am Markt ausgeführt worden sein. Danach ist es nicht mehr möglich, eine Long-Position für diese Option zu verkaufen, da Letztere verfällt und wertlos geworden ist.
- Nicht reagieren (die Option verfällt)
Siehe Punkt 6 u. 3.
Autosell
Für jeden getätigten Optionskauf (Opening buy) wird automatisch ein Autosell programmiert, ohne dass der Kunde eine Order erteilen muss. Das bedeutet, dass automatisch eine Verkaufsorder für die Option am letzten Handelstag platziert wird.
Somit werden die fällig gewordenen Optionen, für die bis zum letzten Handelstag keine Verkaufsorder platziert wurde, automatisch um 17.00 Uhr (CET) zum 'Marktpreis', aber OHNE Ausführungsgarantie, zum Verkauf angeboten.
ACHTUNG! Bis zum Ablauf der betreffenden Optionen ist der Kunde für die Verkaufsorder (Closing Sell) oder Kauforder (Opening buy), die sich in seinem Portfolio befinden und am Markt gelistet sind, verantwortlich. Die Funktionalität 'Autosell' gilt somit einzig für den Verkauf von Optionen, für die der Kunde keine laufende Verkaufsorder hält. Der Kunde wird darauf hingewiesen, dass, wenn seine Verkaufsorders nicht vor dem Ablaufdatum der betreffenden Optionen ausgeführt werden können, die Optionen, außer im Fall einer automatischen Ausübung, am Ablaufdatum verfallen. Voraussetzung für einen Autosell ist jedoch, wie unter Punkt 8.1 2) oben beschrieben, dass die Option 'im Geld' liegt und das Kundenkonto ausreichende Rücklagen aufweist.
Deaktiviert der Kunde die Funktion 'Autosell', hat er weiterhin die Möglichkeit, seine Optionen zu veräußern.
8.2 Short-Position
Liegt die vom Kunden verkaufte Option (Opening sell) am Ablaufdatum 'in-the-money', wird der Kunde von der Gegenpartei bestimmt. Folglich muss der Kunde die Basiswerte zum Ausübungspreis der Option liefern, wenn es sich um eine Call-Option handelt oder, im Fall einer Put-Option, die Basiswerte zum Ausübungspreis kaufen.
Möchte der Kunde die eventuelle Zuteilung und die damit verbundenen Kosten verhindern, muss er seine Position schließen, indem er die 'Short'-Option (Closing Buy) vor dem Ablaufdatum der Option zurückkauft. Der Kunde setzt sich dabei jedoch folgendem Risiko aus:
|
Hat der Kunde die Short-Position der Option durch den Rückkauf der Position an einem Tag X abgesichert und ist am gleichen Tag X die Zuteilung durch eine Gegenpartei erfolgt, die die vom Kunden emittierte Option hält, kann die Clearing-Stelle die KT erst am nachfolgenden Tag über diesen Vorgang informieren. Somit kann die Keytrade Bank ihren Kunden erst an diesem Tag zuordnen, damit er seine Verbindlichkeiten für die emittierten Optionen erfüllen kann. Folglich kann der Fall eintreten, dass der Kunde aufgrund seiner Short-Position zugeordnet wird, obwohl er seine Position effektiv mit dem Rückkauf der Position abgesichert hat. DER KUNDE ERKLÄRT SICH DAMIT EINVERSTANDEN, JEDERZEIT ZUGEORDNET WERDEN ZU KÖNNEN, OBWOHL ER BEREITS SEINE POSITION ZURÜCKGEKAUFT HAT, UND AKZEPTIERT ALLE SICH DARAUS ERGEBENDEN KONSEQUENZEN. |
9. Tarifgestaltung
+ Gebühr: 2,50 USD pro Kontrakt mit einem Mindestbetrag von 19,95 USD pro Transaktion.
10. Links
Der Kunde erkennt die Risiken an, die mit Optionsgeschäften verbunden sind, und erklärt, dass er die Funktionsmodalitäten und Risiken für Transaktionen mit US-Optionen, die auf der Website www.cboe.com dargestellt werden, zur Kenntnis genommen hat.
Hinweis:
Möchten Sie einen Veräußerungsgewinn wieder anlegen, müssen Sie das Wertstellungsdatum des verfügbaren Betrages berücksichtigten.
Wertstellungsdatum pro Markt:
| Euronext (Brüssel, Amsterdam, Paris) | T+3 |
| London | T+3 |
| Mailand | T+3 |
| Xetra (Frankfurt) | T+2 |
| Schweiz | T+3 |
| US-Märkte | T+3 |
| LIFFE-Optionen | T+1 |
| US-Optionen | T+1 |
| Fonds | T+3 (Das Wertstellungsdatum wird vom Emittenten festgesetzt.) |
| Obligationen | T+3 |
| Währungsumwandlung | T+2 |
Keytrade Bank Geneva Branch
Keytrade Bank
Keytrade Bank Lux